Bornholm

Bereits seit dem Mittelalter ist Bornholm den Winden ausgeliefert. Die südliche Ostsee war eine unruhige Region. Das gilt nicht nur für das Wetter sondern auch für die Geschichte der Insel. Erst sehr spät, zum Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945 befreiten russische Truppen Bornholm von der Okkupation.

Durch die Ostsee vom Festland isoliert, sehen sich die Bornholmer zu allererst als Bornholmer und arbeiten, gefördert durch das EU-Programm EUROPÄISCHE JUGENDKUNST, verstärkt für die Erhaltung und den Schutz ihrer historischen und kulturellen Traditionen sowie ihrer einzigartigen Landschaft. Die Isolierung war aber auch eine Herausforderung. Seit den Zeiten der Wikinger streben die Bewohner Bornholms nach Kontakten zur „Außenwelt“. Heute verkehren täglich Fähren in den Gewässern zwischen Südost-Skåne und Bornholm. Es gibt außerdem eine Sommerfährlinie von der Insel nach Swinoujscie.
Die grenzübergreifende Zusammenarbeit in der südlichen Ostsee wurde durch die politische Situation des 20. Jahrhunderts behindert. Mit der politischen Wende in den osteuropäischen Staaten begann jedoch eine neue Ära von Kontakten.
Bornholm, ein homogener Teil Dänemarks, regelt seine eigenen Angelegenheiten mit der Hilfe des Staates und der EU. Mit nur 45.000 Einwohnern, die in 5 Gemeinden auf einer Fläche von 587 km_ leben, ist Bornholm der kleinste Kreis in Dänemark.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, die Fischerei und der Tourismus. In den letzten Jahren sind diese durch verschiedene Nischenproduktionen, Forschung und Bildung ergänzt worden. Es bestehen lange Traditionen von Kunst und Kunsthandwerk. Seit mehr als 150 Jahren hat das spezielle Licht und die einsame und sehr kontrastreiche Landschaft Künstler inspiriert und einen einzigartigen Bornholmer Stil hervorgebracht.

 
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